Seit Mai 2007

 

 

 

                                                   JUDO Weltmeisterschaft in Tokio

                                                                 Erfolgreiche Österreicher - Tolle Stimmung

 

                                                        

                                              WM Fans Hansi, Dorfinger, Mandi vom JUDOGYM                   Super Kulisse bei der WM in Tokio

                                             und Herbert mit Bundestrainer Bela Riesz vor dem

                                                                Yoyogi National Stadion

 

   Im Yoyogi National Stadion in Tokio, das anlässlich der Olympischen Spiele 1964 eröffnet wurde, fanden die Weltmeisterschaften heuer wieder im

   Judo- Mutterland Japan statt. Durch das neue Reglement, das eine Nation zwei Starter pro Gewichtsklasse und in der Offenen Klasse sogar vier Starter

   stellen kann, wurde ein Teilnehmerrekord von über 840 Kämpfer erreicht. Diese neue Regelung sorgte jedoch auch für einige kritische Stimmen da es

   bei den Damen gleich drei rein japanische Finalpaarungen gab und abgesehen von verschiedenen japanischen Fanclubs keine so richtige

   WM Finalstimmung aufkommen konnte. Einen neuen WM- Rekord gab es auch für Gastgeber Japan mit 10 Goldmedaillen. Kein neuer Rekord

   hingegen für den französischen Superstar Teddy Riner. Er holte sich zwar im Schwergewicht seinen vierten WM- Titel, musste sich aber im Finale der

   offenen Klasse dem Japaner Daiki Kamikawa mit Hantei geschlagen geben und scheiterte somit knapp am fünften WM- Titel in Serie.

   Die Japanerin Mika Sugimoto war mit zwei Goldmedaillen, im Schwergewicht und in der Offenen Klasse, die erolgreichste Sportlerin bei diesen

   Weltmeisterschaften.

 

   Für die kleine Österreichische Fan- Gemeinde gab es viel zu jubeln ...

 

                                                 Die Erfolge vom Team Austria konnten sich sehen lassen. Allen voran Sabrina Filzmoser, die mit dem Gewinn der

                                                 Bronze- Medaille für das österreichische Highlight dieser WM sorgte. Auch Lupo Paischer war mit seinem

                                                 7. Platz nicht ganz unzufrieden war er doch in seiner Vorbereitung durch eine Daumenverletzung lange Zeit

                                                 gehandikapt gewesen. Die Überraschung lieferte aber Max Schirnhofer mit seinem 7. Platz. So bezwang er in den

                                                 ersten Runden unter anderem auch den Koreanischen WM- Titelverteidiger Kyu-Won Lee, sowie den Olympia- Zweiten

                                                 von Peking, den Algerier Benikhlef. Sehr gut präsentierte sich auch Andi Mitterfellner. Nach zwei Siegen scheiterte

                                                 er nur knapp im dritten Kampf um den Einzug unter die besten acht. Die wenigen mitgereisten Schlachtenbummler

                                                 kamen jedenfalls voll auf ihre Kosten. Und das nicht nur auf Grund der österreichischen Erfolge. Denn eine Judo- WM,

                                                 dazu noch in Japan, ist doch etwas besonderes und es wurde Judosport vom feinsten geboten. Obwohl es für das

                                                 Gastgeberland eine wahre Medaillenflut gab war die Stimmung doch nicht so euphorisch wie man es sich vielleicht

                                                 erwartet hätte.

  

 

 

 

  

 

 

 

 

 

 

 

 

   Das liegt aber an der japanischen Mentalität , die sich bis auf einige Fangruppierungen, hauptsächlich auf das

   energische schwenken von Nippon Papierfähnchen beschränkte. Eine Ausnahme war aber der japanische

   Publikumsliebling Keiji Suzuki. Wenn der Ex- Weltmeister die Matte betrat ließ sich auch das japanische

   Publikum zu regelrechten Begeisterungsstürmen hinreißen. Umso größer war die Enttäuschung als er bereits

   in der ersten Runde überraschend gegen den Polen Wojnarowicz (kämpfte letztes Jahr im Final Four für

   Mühlviertel) eine Niederlage einstecken musste. Da ging für viele im Land der aufgehenden Sonne die Sonne

   unter. Suzuki eroberte aber dann in der offenen Klasse die Bronze- Medaille und somit war die japanische

   Judowelt (fast) wieder in Ordnung

                                                                                                                                                                         

 

 

 

 

 

                                                                             

                                                                Abschied von einer spannenden und erfolgreichen WM

 

                                                                                          Sayonara Tokio!!!