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JUDO Weltmeisterschaft in Tokio
Erfolgreiche Österreicher - Tolle Stimmung

WM Fans Hansi, Dorfinger, Mandi vom JUDOGYM
Super Kulisse bei der WM in Tokio
und Herbert mit Bundestrainer Bela Riesz vor dem
Yoyogi National Stadion
Im Yoyogi National Stadion in
Tokio, das anlässlich der Olympischen Spiele 1964 eröffnet wurde, fanden
die Weltmeisterschaften heuer wieder im
Judo- Mutterland Japan statt.
Durch das neue Reglement, das eine Nation zwei Starter pro
Gewichtsklasse und in der Offenen Klasse sogar vier Starter
stellen kann, wurde ein
Teilnehmerrekord von über 840 Kämpfer erreicht. Diese neue Regelung
sorgte jedoch auch für einige kritische Stimmen da es
bei den Damen gleich drei rein
japanische Finalpaarungen gab und abgesehen von verschiedenen
japanischen Fanclubs keine so richtige
WM Finalstimmung aufkommen
konnte. Einen neuen WM- Rekord gab es auch für Gastgeber Japan mit 10
Goldmedaillen. Kein neuer Rekord
hingegen für den französischen
Superstar Teddy Riner. Er holte sich zwar im Schwergewicht seinen
vierten WM- Titel, musste sich aber im Finale der
offenen Klasse dem Japaner
Daiki Kamikawa mit Hantei geschlagen geben und scheiterte somit
knapp am fünften WM- Titel in Serie.
Die Japanerin Mika Sugimoto
war mit zwei Goldmedaillen, im Schwergewicht und in der Offenen
Klasse, die erolgreichste Sportlerin bei diesen
Weltmeisterschaften.
Für die kleine
Österreichische Fan- Gemeinde gab es viel zu jubeln ...
Die Erfolge vom Team Austria konnten sich sehen lassen. Allen voran
Sabrina Filzmoser, die mit dem Gewinn der
Bronze- Medaille für das österreichische Highlight dieser WM sorgte.
Auch Lupo Paischer war mit seinem
7. Platz nicht ganz unzufrieden war er doch in seiner Vorbereitung durch
eine Daumenverletzung lange Zeit
gehandikapt gewesen. Die Überraschung lieferte aber Max Schirnhofer
mit seinem 7. Platz. So bezwang er in den
ersten Runden unter anderem auch den Koreanischen WM- Titelverteidiger
Kyu-Won Lee, sowie den Olympia- Zweiten
von Peking, den Algerier Benikhlef. Sehr gut präsentierte sich
auch Andi Mitterfellner. Nach zwei Siegen scheiterte
er nur knapp im dritten Kampf um den Einzug unter die besten acht. Die
wenigen mitgereisten Schlachtenbummler
kamen jedenfalls voll auf ihre Kosten. Und das nicht nur auf Grund der
österreichischen Erfolge. Denn eine Judo- WM,
dazu noch in Japan, ist doch etwas besonderes und es wurde Judosport vom
feinsten geboten. Obwohl es für das
Gastgeberland eine wahre Medaillenflut gab war die Stimmung doch nicht
so euphorisch wie man es sich vielleicht
erwartet hätte.

Das liegt aber an der japanischen Mentalität , die sich bis auf einige
Fangruppierungen, hauptsächlich auf das
energische schwenken von Nippon Papierfähnchen beschränkte. Eine
Ausnahme war aber der japanische
Publikumsliebling Keiji Suzuki. Wenn der Ex- Weltmeister die
Matte betrat ließ sich auch das japanische
Publikum zu regelrechten Begeisterungsstürmen hinreißen. Umso größer war
die Enttäuschung als er bereits
in der ersten Runde überraschend gegen den Polen Wojnarowicz
(kämpfte letztes Jahr im Final Four für
Mühlviertel) eine Niederlage einstecken musste. Da ging für viele im
Land der aufgehenden Sonne die Sonne
unter. Suzuki eroberte aber dann in der offenen Klasse die
Bronze- Medaille und somit war die japanische
Judowelt (fast) wieder in Ordnung


Abschied von einer spannenden und erfolgreichen WM
Sayonara
Tokio!!!
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